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BLOOD & BETRAYALS EVENT IN DÜSSELDORF
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In einer ausgedörrten Savanne lag ein Wasserloch, still und glänzend. Um dieses Wasserloch lebten viele Tiere wie Löwen, Zebras, Antilopen,
Elefanten und Libellen friedlich zusammen. Das funktionierte nur gut, da es einen Löwen gab, der die Leitung übernommen hat und so für Ordnung sorgt.

Dieser Löwe war nicht nur das, er hatte auch die Aufgabe das Wasserloch zu beschützen und den Zugang zu kontrollieren, denn es war mehr als
nur eine Trinkwasserquelle für die Tiere. In der Tiefe des Lochs ruhte eine
alte Magie und wer oft genug aus dem Wasserloch trank, konnte genug Kräfte
gewinnen, um die ganze Savanne zu beherrschen.

Der Löwe war der Hüter der Quelle und eine faire Leitung, solange man sich an die Regeln hält. Viele fügten sich. Doch nicht alle.

Ein Flamingo und eine Antilope begehrten leise auf. „Warum sollte einer über den Zugang zur Quelle bestimmen, wenn alle ein Recht auf das Wasser haben?“, fragte der Flamingo die Antilope. Da sie zu zweit dem Löwen
nicht gewachsen waren, suchten sie nach einem anderen Weg ihn zu besiegen und fanden ihn.

Fernab des Wasserlochs lebte ein schwarzer Löwe, einst Teil des Löwenrudels, das am Wasserloch lebte, nun verstoßen und von einem Schatten
der Vergangenheit verfolgt. Zu ihm gingen sie.

„Wir kennen dein Geheimnis“, sprach die Antilope kalt. „Hilf uns, den Löwen zu stürzen und dein Geheimnis bleibt verborgen oder wir nehmen dir auch noch den letzten Rest deiner Ehre und bringen dich noch mehr in Verruf!“.

Der schwarze Löwe schwieg lange. Ist seine Ehre so viel Wert, wie der Schutz des Wasserlochs? Aber schließlich nickte er doch, sein Geheimnis war einfach zu schrecklich, um ans Licht zu kommen. Und so begann er zu reden,
über Wege, Gewohnheiten und Schwächen des Löwenkönigs.

Was sie nicht wussten: Über ihnen schwebte eine Libelle, die das ganze Gespräch mitbekommen hat. Und von Neugier und Unruhe getrieben, begann die Libelle eigene Nachforschungen anzustellen. Puzzleteil für Puzzleteil kam sie der Wahrheit immer näher, die immer größer erschien je mehr Informationen die Libelle zusammentrug.

Währenddessen hatten Flamingo und Antilope genug vom schwarzen Löwen erfahren. Sie kannten nun den richtigen Moment, den richtigen Ort und den Weg zu der Macht, die sie begehrten und die in der Quelle verborgen lag. Doch bevor sie ihren weiteren Plan ausführten, beseitigten sie, was entbehrlich geworden war. Fern vom Wasser, fern von Blicken, starb der schwarze
Löwe.

Die Libelle suchte unterdessen stetig weiter. Sie kam der Wahrheit immer näher. Sie kam der Wahrheit sogar gefährlich nahe. Denn irgendwann
bemerkten Flamingo und Antilope, dass sie bei Ihren Vorbereitungen beobachtet
wurden.

„Sie weiß nicht alles“, flüsterte der Flamingo. „Aber genug“, erwiderte die Antilope.

Eines Abends, als die Libelle erneut versuchte, Antworten zu finden, kehrte sie nicht zurück und das Summen ihrer Flügel verstummte für immer.

Am Wasserloch jedoch blieb noch alles unverändert. Der Löwe wachte weiterhin über die Quelle, während sein Rudel ruhte, Zebras tranken, Antilopen weideten und Libellen über die Oberfläche tanzten, ahnungslos
gegenüber den Schatten, die sich im Verborgenen regten. Doch die Schatten hatten längst ihre Arbeit getan. Der Sturz des Löwen war bis zum letzten Grashalm durchdacht. Was zu bewegen war, ist in Bewegung: Wege verabredet, Zeichen gesetzt, Verbündete an ihren Plätzen. Nur die Stunde stand noch aus, ein bewusst gesetzter Funke, der die aktuelle Stille entzündet. Fällt dieses Zeichen, zieht sich das Netz zu und der Hüter der Quelle wird stürzen.

ENDE